„Flüchtlingsland Deutschland“ – Stellungnahme

Im Namen unserer Hochschulgruppe möchten wir unsere Enttäuschung für diesen Abend kundgeben.
Es ist durchaus nicht verwerflich, dass die Gruppe der Potsdamer Antirassistischen Aktion gegen die angesagte Veranstaltung mit de Maizière über das „Flüchtlingsland Deutschland“ demonstriert hat.
Dass man aber Leute nicht zu Wort kommen lässt, die ganze Zeit die gleichen Parolen grölt, sich nicht einmal an der Podiumsdiskussion beteiligt, wenn einem ein Platz in der Mitte angeboten wird, damit sind wir mehr als unzufrieden.

Artikel 19 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte schützt das Recht jedes Menschen auf freie Meinungsäußerung einschließlich des Rechts, seine Meinung zu verbreiten und die Meinungen anderer zu hören. Wenn ihr euer Recht auf Meinungsfreiheit geltend macht, solltet ihr dies auch anderen gestatten. Durch bloßes Rumbrüllen und Niemanden-zu-Wort-kommen-Lassen erreicht man gar nichts.

Wir sagen nicht, dass wir eure Ansichten nicht teilen, allerdings, dass das Vorgehen am heutigen Abend nicht richtig war.

Unsere Generalsekretärin vertritt in vielen Punkten, die ihr in eurem Flyer zum Ausdruck gebracht habt, die gleiche Meinung. Diese hättet ihr euch anhören können, wenn ihr ihr eine Chance gegeben hättet.
Wir finden es schade, wie der Abend gelaufen ist, und hätten uns lieber eine konstruktive Diskussion mit euch gewünscht.