„¡No!“ mit Podiumsgespräch im Waschhaus

Das Waschhaus Potsdam zeigt „¡No!“ im Open-Air-Kino. Der Film thematisiert das Ende der Militärdiktatur in Chile. Mit dabei: Amnesty International Potsdam

Ab ca. 21 Uhr werden wir in einem Podiumsgespräch mit Luis González die damaligen Ereignisse und seine persönlichen Erlebnisse näher beleuchten. Herr González war als Student an den Protesten gegen den Militärputsch in Chile beteiligt. Er wurde inhaftiert und mußte schließlich 1975 in die DDR fliehen. Seit seiner Flucht lebt er in Potsdam. 1988 hat er sich in Chile an der ¡No! Kampagne, die das Ende der Regierung Pinochet herbeiführte beteiligt.

Termin: 26. und 27.7.  Start jeweils 20 Uhr
Eintritt:  7€/5€
http://www.waschhaus.de/

Zum Film:
Der Film „¡No!“ beschreibt mit fiktiven Personen und unter Zuhilfenahme von  Originalmaterial die Arbeit an der Werbekampagne der Gegner Augusto Pinochets im Vorfeld des nationalen Referendums in Chile im Jahr 1988. Gemäß der Verfassung von 1980 war eine Abstimmung über die Verlängerung der Amtszeit Pinochets um weitere acht Jahre vorgesehen. Unter dem Druck der internationalen Staatengemeinschaft wurde den Gegnern der Diktatur in den Wochen vor der Wahl täglich eine 15-minütige Sendezeit im Staatsfernsehen eingeräumt.

„¡No!“, der für den Auslandsoscar nominiert war, ist ein Grenzgänger zwischen Spiel- und Dokumentarfilm. Er basiert auf historischen Tatsachen, die Filmfiguren sind aber weitgehend fiktiv. Der Hauptprotagonist, der Werbefachmann René Saavedra (Gael Garcia Bernal) ist der Leiter der Kampagne. Ein unbedarfter Typ, der mehr mit dem Scheitern seiner Ehe und der Sorge um seinen Sohn beschäftigt ist, als mit den politischen Verhältnissen in seinem Land

„Der Film ist mitreißend, voll lakonischem Humor und schrägen Szenen.“ Zeit Online